Wegsperren

Zivil-, verwaltungs- und strafrechtlicher Freiheitsentzug im Kanton Zürich seit Mitte des 20. Jahrhunderts

Gebunden
2026. 400 Seiten, 12 Abbildungen s/w., 10 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1846-3
CHF 48.00 / EUR 48.00 
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Bis heute kann der Staat Menschen die Freiheit entziehen, welche von Behörden und massgebenden Kreisen der Gesellschaft als «unerwünscht» oder als «gefährlich» eingestuft werden. Wie haben sich die staatlichen Reaktionen und das Profil der betroffenen Menschen im Laufe der Zeit verändert? Der Band versammelt Beiträge mit geschichts- und rechtswissenschaftlicher sowie aktueller journalistischer Perspektive. Die rechtshistorischen Entwicklungsstränge seit dem 19. Jahrhundert und Verflechtungen zwischen fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und dem Strafrecht werden ebenso aufgezeigt wie die Kontinuitäten und Brüche, die sich im Übergang von früheren fürsorgerischen Zwangsmassnahmen bis hin zur heutigen fürsorgerischen Unterbringung (FU) beobachten lassen.
Auch das Zusammenspiel von Massnahmenvollzug und forensischer Psychiatrie im Kontext von Risikoevaluation und Rückfallprognosen bei Erwachsenen und Jugendlichen ist Thema mehrerer Beiträge, ebenso die Entstehung der Ausschaffungshaft als neue Haftform.
Die quantitativen Dimensionen des Strafvollzugs und grundrechtliche Aspekte des «Wegsperrens» werden aus rechtswissenschaftlicher und kriminologischer Sicht ausgelotet. Damit schliesst der Band an bestehende Untersuchungen zu administrativen Versorgungen und anderen Zwangsmassnahmen an, erweitert die Perspektive der Forschung über die Zeit nach 1981 hinaus und leistet so einen Beitrag zu aktuellen Diskussionen in Politik, Öffentlichkeit und Rechtswissenschaft.


a étudié à Genève et à Paris. Après une thèse sur les parcours de militant·e·s antinazi·e·s allemand·e·s entre les années 1930 et 1970, ses recherches ont porté sur l’histoire de la philanthropie et de l’intervention dans le social. Dans le cadre des travaux de la CIE, elle a analysé les aspects économiques de l’internement administratif.


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ist promovierter Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der UEK Administative Versorgungen, freier Mitarbeiter am Institut für Medizingeschichte der Universität Bern und Leiter der Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen der Stadt Bern.


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Nora Markwalder ist Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie an der Universität St. Gallen und erforscht Strafrecht aus rechtlicher und empirischer Sicht.


Vera Blaser ist promovierte Historikerin und arbeitet an der Universität Bern. 


Susan Boos ist eine Schweizer Journalistin, Publizistin und Autorin.


ist Historiker. Er arbeitet als Postdoc an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit zur Geschichte von Fürsorgeregimen und ­Fremdplatzierung.

 


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ist promovierte Historikerin und an verschiedenen Auftragsforschungsprojekten im Spannungsfeld Fürsorge, Zwang und Freiheitsentzüge beteiligt.


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Vanessa Rüegger ist ordentliche Professorin für öffentliches Recht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Genf sowie Advokatin und zertifizierte Mediatorin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Staats-und Verwaltungsrecht mit Fokus auf digitale Transformation, föderale und demokratische Staatsorganisation, Kommunikationsgrundrechte sowie Verwaltungsverfahren und Grundrechtsschutz.


Simone Walser hat an der Universität Zürich Entwicklungspsychologie und Kriminologie studiert und 2013 über Jugendgewalt promoviert. Danach arbeitete sie als PostDoc an der Universität St. Gallen sowie am Forschungsinstitut Killias Research & Consulting in Lenzburg zu Tötungsdelikten. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Univerisäten Zürich und St. Gallen.