Einblicke in die kurdische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Die westliche Welt hat die Kurden im 19. Jahrhundert in erster Linie als Unterdrücker der christlichen Minderheiten gesehen. Nach dem Ersten Weltkrieg haben die Siegermächte das kurdische Siedlungsgebiet vertraglich aufgeteilt, wobei sich die kemalistische Türkei den grössten Anteil holte. Als Folge davon nimmt die etablierte Staatengemeinschaft die Kurden bis heute nicht als Grossgruppe mit entsprechenden kulturellen Rechten wahr.
Das Buch enthält eine Sammlung von Beiträgen, die vielfältige Einblicke in Politik, Geschichte und Literatur Kurdistans im 19. und 20. Jahrhundert gewähren.
Hans-Lukas Kieser: Kurdistan und Europa
Arnold Hottinger: Kurdistan ohne Staat - zur Leidensgeschichte der Kurden
Tanja Duncker: Einblicke in die kurdische Literatur
Hamit Bozarslan: La coercition et la violence au Kurdistan
Hasan Gökçe: Bedir Khan Bey, der Emir von Cezire - einer der letzten autonomen Kurdenfürsten des 19. Jahrhunderts
Hans-Lukas Kieser: Zwischen Ararat und Euphrat: Abendländische Missionen im spätosmanischen Kurdistan
Hamit Bozarslan: Histoire des relations kurdo-arméniennes
Hans-Lukas Kieser: Mehmet Nur Dersimi, ein asylsuchender Kurde
Hamit Bozarslan: Der Kemalismus und das Kurdenproblem