Im späten Mittelalter entstehen zahlreiche neue Formen der Heilsvermittlung. Sie dienen der Symbolisierung wie der Vergegenwärtigung, der Virtualisierung wie der Intensivierung von Heil in der Lebenswelt. Der vorliegende Band verbindet interdisziplinäre Ansätze der aktuellen Mediävistik und diskutiert an Beispielen der Gnadenlehre, der Liturgie, der Gebetskultur und der bildenden Kunst ein repräsentatives Spektrum der vielfältig ausgestalteten Medialiäten des Heils in vorreformatorischer Zeit.
Diese Buchreihe vereinigt Studien des gleichnamigen Nationalen Forschungsschwerpunkts sowie mediengeschichtliche Arbeiten. Sie rückt die Zeit vor der Ausbreitung der Massenmedien und insbesondere die medialen Verhältnisse der Vormoderne ins Zentrum. Damit ermöglicht sie Einblicke in die Andersartigkeit älterer Kommunikationsformen und erlaubt es gleichzeitig, Voraussetzungen für die mediale Formierung der Neuzeit zu ergründen.
«Der Band trifft in das Zentrum des aktuellen Interesses an den Erscheinungsformen sich wandelnder Frömmigkeit.»
Bea Lundt, Das Historisch-Politische Buch
«Viele mit dem Mittelalter befasste Wissenschaftszweige werden diesen Sammelband mit Gewinn heranziehen.»
Jürgen Bärsch, Zeitschrift für historische Forschung