Narrative Mikroökonomien der frühen Neuzeit

Am Beispiel von Wickrams Rollwagenbüchlein

Broschur
Erscheint im Oktober 2021. ca. 96 Seiten
ISBN 978-3-0340-1650-6
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In den Schwanksammlungen der frühen Neuzeit erhalten ökonomische Dimensionen ein neues Gewicht. Verhandelt werden nicht die grösseren Entwicklungen der Geldwirtschaft und der Handelsgesellschaften, sondern pointenreiche Prozesse des Tauschens und Schenkens, je neue Kombinationen ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapitals. In den Blick kommen Situationen, in denen sich das Grundsätzliche menschlichen ökonomischen Handelns an individuellen, spontanen, kleinformatigen Tauschaktionen zeigt, die oft mit List und Täuschung einhergehen und auf dem Gebrauch der Sprache, dem Einsatz des Wortes und den Möglichkeiten des Erzählens beruhen. Besonders deutlich wird dies an Jörg Wickrams zuerst 1555 erschienenem «Rollwagenbüchlein», das sich geradezu als Entdeckung eines ökonomischen Erzählens in der deutschen Literatur der frühen Neuzeit erweist.


Ordinarius für Ältere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, Direktor des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen» (2005–2017), Leiter des Zentrums für Historische Mediologie (seit 2018).


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Herausgeber/in der Reihe


Master of Arts Universität Zürich, Lehrer für Deutsch und Latein an der Kantonsschule Trogen.