«Im Buch steht die Quelle konsequent im Zentrum. Sie eröffnet einen faszinierenden Einblick in die Art und Weise, wie Menschen im 18. Jahrhundert im Berner Herrschaftsgebiet ausgesehen haben beziehungsweise beschrieben wurden. Die geleistete, sorgfältig dokumentierte Quellenarbeit, die von zahlreichen quellenkritischen Anmerkungen und punktuellen methodisch-theoretischen Überlegungen begleitet wird, ist beeindruckend und zeugt von einer handwerklich äusserst soliden historischen Arbeit, die durch grosse Ausdauer und ein ausgeprägtes Gespür für Details geprägt ist. […] Indem Furrer einen umfangreichen seriellen Quellenbestand erschliesst und konsequent ernst nimmt, eröffnet er einen neuen Zugang zur physischen Dimension frühneuzeitlicher Alltagsgeschichte. Das Buch richtet sich damit weniger an theorieorientierte Debatten der Körpergeschichte als an Forschende der Frühneuzeit, der Alltags- und Verwaltungsgeschichte sowie an alle, die an der Erschliessung serieller Quellenbestände interessiert sind.»
