Kuno Raebers Romanwerk

Textfassungen und Interpretationen

Schweizer Texte, Neue Folge, Band 61
Gebunden
Erscheint im Mai 2022. ca. 368 Seiten, ca. 11 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1676-6
  • Kurztext
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  • Buchreihe

«Auch wenn ich häufig, durchaus nicht immer, mich historischer Stoffe bediene, so sind sie für mich doch nie etwas anderes als poetisches Material: Das heisst, mich interessiert nicht, wie es war, sondern wie es hätte sein können […]. Wenn der Wissenschaftler die Geschichte entmythologisiert, so tue ich genau das Gegenteil: ich remythologisiere sie.»
Kuno Raeber (1922–1992) wuchs in einer stark religiös geprägten Familie in Luzern auf, studierte in Basel Geschichte und Philosophie und lebte ab 1958 als freier Schriftsteller in München. Das anlässlich des hundertsten Geburtstags entstandene Buch möchte einen Anreiz schaffen zu verstärkter Beschäftigung mit dem eigenwilligen Autor, dessen Lyrik- und Prosawerk in der deutschsprachigen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts nicht in Vergessenheit geraten sollte.
Das Buch stellt die vier zu Lebzeiten des Autors erschienenen Romane zur Diskussion. In einem ersten, editorischen Teil werden die Romananfänge in Paralleldarstellung von Notizbuchentwurf und publizierter Fassung wiedergegeben. Der zweite, essayistische Teil vereinigt interpretierende Aufsätze ausgewiesener Fachleute. Sie deuten die Romane aus unterschiedlicher Perspektive und thematisieren das Verhältnis des Romanwerks zur übrigen Prosa und zur Lyrik. Eine Einleitung zu Leben und Werk des Autors ergänzt das Buch.


geboren 1946, Germanist. Kritische Werkausgaben: Werke von Karoline von Günderrode (1990/91); Historisch-Kritische Gottfried Keller-Ausgabe (1996–2013); Kuno Raeber. «Dieses enorme Gedicht …» ­(Chronos 2020; mit ­Thomas ­Binder).


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geboren 1944, lehrte bis 2011 ­neuere deutsche Literaturwissenschaft sowie Medienwissenschaften an der Universität Basel. Zahlreiche Publikationen, zuletzt: «Zweifel» (Essays, 2019); «buchstäblich buchstieblich» (Lyrik, 2020).