Ein Netzwerk im Krieg

Moritz Tramer und die «Zeitschrift für Kinderpsychiatrie» 1934–1963

Mit Beiträgen von Sabine Braunschweig, Mirjam Janett und Stefanie Salvisberg

Gebunden
2026. 232 Seiten, 28 Abbildungen s/w., 20 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1844-9
CHF 38.00 / EUR 38.00 
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Moritz Tramer (1882–1963) gilt als Pionier der Kinder­­­psy­ch­i­­­a­­­­­­trie. Während er zu Lebzeiten internationale Anerkennung erhielt, ist er heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei kann die von ihm von 1934 bis 1963 herausgegebene «Zeitschrift für Kinder­psychiatrie» als bedeutende Plattform des Austauschs für eine internationale und in den Kriegsjahren zunehmend versprengte Fachschaft gelten. Auch Kinder ­kamen darin durch zahlreiche Abbildungen von Zeichnungen zu Wort.
Der vorliegende Band beleuchtet ausgewählte Aspekte der frühen Kinderpsychiatrie aus historischer und kulturgeschichtlicher Perspektive. Im Zentrum zweier Kapitel steht die Zeitschrift: zum einen als fragiles Netzwerk, zum anderen als Publikationsort von Kinderzeichnungen. Ein weiteres Kapitel situiert Tramers für seine Zeit neuartigen Zugang zum Kind im Spannungsfeld von Psychiatrie und Eugenik in der Schweiz. Ein Beitrag geht den Anfängen der von ihm gegründeten Kinderbeobachtungsstation Gotthelfhaus nach, und ein ­Kapitel widmet sich dem wissenschaftlichen und publizistischen Wirken der Psychotechnikerin Franziska Baumgarten-Tramer (1883–1970), in dem sich fachliche Arbeit, gesellschaftliche Verantwortung und öffentliches Engagement eng verbanden.

 


Kunsthistorikerin. Forschungs­gebiet Kunst und Psychologie um 1900. SNF-Projekt «Bewahren besonderer Kulturgüter»: Inventar der Werke in psychiatrischen Kliniken der Schweiz 1850–1930. Kuratorin der Sammlung der ehemaligen Pflegeanstalt Rheinau.


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Stefanie Mahrer hat eine Professur für Schweizer und Neueste Allgemeine Geschichte an der Universität Bern.