«The match that lights the fire»

Gesellschaft und Geschlecht in Future-Fiction für Jugendliche

Populäre Literaturen und Medien, Band 14
Broschur
2020. 648 Seiten, 27 Abb. farbig und s/w.
ISBN 978-3-0340-1573-8
CHF 68.00 / EUR 68.00 
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Die auf dem Buchmarkt seit über zehn Jahren populäre Future-Fiction für Jugendliche entwirft ausgehend von gegenwärtigen Entwicklungen apokalyptische Szenarien, in denen jugendliche Heldinnen und Helden der dys­topischen Welt einen utopischen Impuls entgegenstellen. Auffallend ist die Omnipräsenz junger Frauen, die auf ambivalente Weise ins Licht gerückt werden. Figuren wie Suzanne Collins‘ Katniss Everdeen («The Hunger Games»), Scott Westerfelds Tally Youngblood («Uglies»-Serie) oder Jennifer Benkaus Joy («Dark Canopy»/«Dark Destiny») werden als autonome Rebellinnen imaginiert, die das defizitäre System herausfordern, aber auch als verletzliche Subjekte, deren Identitäts- und Handlungsspielräume «zu ihrer eigenen Sicherheit» reguliert werden (müssen).
Das Buch untersucht diese jungen weiblichen Figuren als vieldeutige Symbole aktueller Geschlechterdiskurse und erkundet aus der Perspektive einer feministischen Populärkulturforschung das geschlechterpolitische Potenzial einer kulturkritischen jugendliterarischen Gattung.

ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und schreibt als Kinder- und Jugendliteraturkritikerin für verschiedene Fachmedien und Zeitungen.


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Pressestimmen

«The match that lights the fire ist empfehlenswert für Lesende, die sich einen fundierten Überblick über aktuelle feministische Debatten und Genderforschung verschaffen möchten, da diese anschaulich und anhand von spannenden Beispielen dargelegt werden. Besonders interessant ist die Konzentration auf die Symbole und Praktiken des (post-)feministischen Widerstands. Das zweite Kapitel bietet zudem eine sehr gute gattungstheoretische Diskussion. Insgesamt habe ich diese Studie mit Gewinn gelesen.»

JuLit, 2/2021, Julia Brenner

«Der Text wirft die Frage auf, wie Gesellschaft und soziale Rollen in der aktuellen future-fiction Literatur für Jugendliche gestaltet werden. Im Ergebnis wird erkennbar, dass traditionelle Rollen von Männern und Frauen ebenso zu finden sind wie emanzipierte weibliche Figuren. [...] Der umfangreiche Text ist aus literaturwissenschaftlicher und kulturtheoretischer Sicht ein gelungener Beitrag.»

Vollständige Rezension

13. Dezember 2020, KinderundJugendmedien.de, Joachim Schulze-Bergmann

«Es bleibt nicht viel an Kalbermattens mustergültiger Untersuchung zu monieren. Ihr Arbeit zeichnet sich durch ihre theoretische Tiefe und ihre argumentative Gründlichkeit aus. Auch kennt sich die Autorin nicht nur bestens in der Sekundärliteratur zu Future-Fiction sowie zu U- und Dystopien aus, sondern bietet sehr detaillierte und instruktive Analysen der Werke ihres Quellenkorpus, deren Blick auf die Jugendliteratur auch für diejenigen, die sich in der Geschichte feministischer SF im Allgemeinen recht gut auszukennen glauben, etliche neue Erkenntnisse zu bieten hat. Obwohl Kalbermatten sich auf die Untersuchung einiger bestimmter Werke konzentriert, machen ihre ebenso verallgemeinerungsfähigen wie wegweisenden Schlussfolgerungen das Buch zu einem Standardwerk für die künftige Forschung zum Thema ‹Gesellschaft und Geschlecht in Future-Fiction für Jugendliche› und vielleicht sogar darüber hinaus.»

literaturkritik.de, 9/2020, Rolf Löchel

«Weltweit lesen Jugendliche das neue «Hunger Games»-Buch, wo eine junge Frau im Zentrum steht. Kulturwissenschafterin Manuela Kalbermatten sagt, wie die Reihe unser Frauenbild beeinflusst.»

Link auf die Onlineversion des Interviews

Berner Zeitung, 22. Juni 2020, Mirjam Comtesse

Die Schriftenreihe umfasst wissenschaftliche Beiträge zu unterhaltenden und informierenden Angeboten literarischer wie audiovisueller Art Den Schwerpunkt bilden Untersuchungen, die am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich entstanden sind.