Unterwegs sein können, wollen und müssen

Mobilität im Alltag in der Schweiz seit dem 19. Jahrhundert

Verkehrsgeschichte Schweiz, Band 4
Gebunden
Erscheint im Februar 2022. ca. 240 Seiten, ca. 30 Abbildungen farbig und sw.
ISBN 978-3-0340-1672-8
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Mobilität ist ein zentrales Phänomen unseres Alltags. Sie ist existenzielles Bedürfnis, kulturelle Praxis, hedonistischer Konsum. Unterwegssein ist anthropologische Notwendigkeit, Erfahrung, Welterschliessung, ­Risiko, Lust und Last zugleich. Das Buch zieht am Beispiel der Entwicklung im schweizerischen Bundesstaat einen weiten Bogen von der Aufbruchsstimmung um die Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart und hinterfragt die gängige These einer ständig wachsenden alltäglichen Mobilität.
Mobilität ist vielschichtig in ihren Rhythmen, den ihr zugrunde liegenden Motiven und in ihren Wegmustern. Mobilitätshandeln ist zweckgebunden, mehr oder weniger routiniert, manchmal bewusst inszeniert, oft wenig reflektiert oder spontan und nicht weiter begründbar. Und nicht zuletzt ist Mobilität ein gesellschaftspolitisches und damit ein historisch wandelbares Phänomen. In Zeitdiagnosen schwingt oft die positiv, fallweise auch negativ gewertete Annahme mit, Mobilität sei mit der Moderne wesensmässig verknüpft. Als Gegenthese wird ein differenzierteres Verständnis von Mobilität postuliert, welches verschiedene Facetten unseres Mobilitätsverhaltens herausarbeitet und die grundsätzlich problematische Sicht einer kontinuierlichen Mobilitätszunahme verabschiedet.

Ueli Haefeli, Prof Dr. phil., Historiker. Arbeitsschwerpunkte: historische und sozialwissenschaftliche Mobilitätsforschung, Umweltgeschichte.
Gesellschafter von Interface Politikstudien. Forschung Beratung,
Seidenhofstrasse 12, 6003 Luzern, sowie Titularprofessor Universität Bern, haefeli@Interface-pol.ch


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