Wider die Verunsicherung

Arbeitslosenkomitees in der Schweiz, 1975–2002

Gebunden
Erscheint im Mai 2021. ca. 384 Seiten, ca. 20 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1632-2
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1975: Die Schweiz ist in der Krise. Um mit den steigenden Arbeitslosenzahlen umzugehen, wird die obligatorische Arbeitslosenversicherung eingeführt. Zur selben Zeit entstehen selbstorganisierte Gruppen von Arbeitslosen, die sich Arbeitslosenkomitees nennen. Beharrlich protestieren sie gegen Verschlechterungen bei der Arbeitslosenversicherung, auch in den darauf folgenden Krisen der 1980er- und 1990er-Jahre. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Arbeitslosigkeit in einer entscheidenden Übergangsphase der Industriegesellschaft aus der Sicht der Betroffenen. Was bedeutet soziale Sicherheit für Arbeitslose? Sozialstaatsgeschichte behandelte lange Zeit die Versicherungen und die institutionellen Entwicklungen. So auch bei der Arbeitslosenversicherung. Eine Geschichte der Arbeitslosigkeit kann jedoch nicht ohne die Arbeitslosen geschrieben werden. Deren Beziehung zum Sozialstaat wird deshalb am Beispiel von fünf Arbeitslosenkomitees in der Deutschschweiz und der Romandie bis zum Jahr 2002 untersucht. Wie interagierten sie mit den Behörden? Wogegen wandten sich ihre Proteste? Ihre Kritik: Der Sozialstaat sichert nicht nur, er kann auch verunsichern. Um dem entgegenzuwirken, schlossen sich Arbeitslose zusammen, ergriffen Referenden und bauten Beratungsstellen auf, die selbst Teil der Sozialpolitik wurden.


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