«Weltengänger» in krisenhaften Zeiten

Der Winterthurer Industrielle und Diplomat Hans Sulzer (1876–1959)

Veröffentlichungen des Archivs für Zeitgeschichte des Instituts für Geschichte der ETH Zürich, Band 12
Gebunden
2023. 240 Seiten, 60 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1730-5
CHF 40.00 / EUR 40.00 
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Hans Sulzer gilt als Schlüsselperson der Schweizer Wirtschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war nicht nur Chef der weltweit tätigen Gebrüder Sulzer AG, sondern mitten in der Weltwirtschaftskrise auch Präsident des «Vororts», des Dach­verbands der Schweizer Privatwirtschaft. Zudem spielte er während des Ersten und Zweiten Weltkriegs eine wichtige Rolle bei diplomatischen Missionen im Auftrag des Bundesrats, sass in zahlreichen Verwaltungsräten und war ein früher Förderer neoliberaler Netzwerke. Es lohnt sich deshalb, diesen «business-statesman» aus Winterthur genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wenn die «Schweizer Illustrierte» Sulzer einen «grossen Weltengänger» nennt, verweist sie auf seine ausgeprägte Reisetätigkeit. Was ihn aber vor allem charakterisiert, ist das geschickte Manövrieren zwischen ganz unterschiedlichen Bereichen in wechselnden Rollen. Diese Lebenswelten beleuchten sieben Autorinnen und Autoren – auch dank bislang unveröffentlichter privater Korrespondenz und Fotografien aus Familienalben.

Mit Beiträgen von Florian Adank, Pierre Eichenberger, Andrea Franc, Miguel Garcia, Eva Schumacher, Tobias Straumann und Florian Weber


Dr. phil., ist stellvertretender Leiter des Archivs für Zeitgeschichte der ETH Zürich. In nationalen und internationalen Verbandsgremien engagiert er sich für die archivfachliche Aus- und Weiterbildung.

 


ist Historiker und Autor. Er war Leiter des Schweizerischen Wirtschaftsarchivs und betreut heute das Historische Archiv der Zürcher Kantonalbank.

Pressestimmen

«Insgesamt ermöglicht der sorgfältig gestaltete Band aber einen erhellenden Einblick in eine ausgesprochen einflussreiche Unternehmerfamilie und ein sehr erfolgreiches Familienunternehmen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.»

Roman Rossfeld, H-Soz-Kult, 25.08.2023

«Mit der Herausgabe dieser Aufsätze zu Sulzers Leben und Wirken beleuchten die Historiker Daniel Nerlich und Matthias Wiesmann die Biografie einer aussergewöhnlichen Schweizer Persönlichkeit und gewähren wertvolle Einblicke in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. […] Somit ist das hier rekonstruierte ‹Lebenspuzzle› Sulzers nicht nur ein wichtiger Schritt zu einer noch zu schreibenden Biografie, sondern auch ein erhellender Beitrag zur Geschichte der hiesigen Wirtschaft und des Liberalismus.»

Selina Seiler, Schweizer Monat, Juni 2023

«Das vielseitige Engagement Hans Sulzers kommt in den Darstellungen gut zur Geltung, die Person und ihre Ansichten treten, vielleicht bezeichnenderweise, eher indirekt hervor. Ohnehin ist der grosszügig illustrierte Band nicht erschöpfend, allerdings auch nicht erdrückend, wie es bei einem solchen Sujet leicht der Fall sein könnte.»

Christoph Wehrli, Schweizerische Gesellschaft für Aussenpolitik, Mai 2023

Besprechungen

«Entstanden ist ein faszinierendes Porträt eines der einflussreichsten Unternehmer der Schweizer Wirtschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. [...] Die insgesamt hohe inhaltliche Qualität des Bandes basiert auf privater Korrespondenz und zahlreichen Fotografien, die ein Enkel von Hans Sulzer dem Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich geschenkt hat.»

Zur Rezension

Roman Rossfeld, H-Soz-Kult, 24.08.2023