Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733)

Pionier der Alpen- und Klimaforschung

Gebunden
Erscheint im August 2022. ca. 204 Seiten, ca. 55 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1690-2
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Der Zürcher Universalgelehrte, Naturforscher und Arzt Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) ist hierzulande nahezu vergessen. Die vorliegende Biografie erscheint anlässlich seines 350. Geburtstags. Anhand hunderter handschriftlicher und gedruckter Texte des 17. und 18. Jahrhunderts skizziert und würdigt dieses Buch sein Leben und Werk.
Scheuchzer machte sich vor allem um die Erforschung der Alpen verdient, was sich in zahlreichen Publikationen und in einer frühen Schweizer Karte niedergeschlagen hat. Er setzte sich für die Beantwortung verschiedenster Fragestellungen aus Botanik, Geologie, Geschichte, Glaziologie, Mineralogie, Paläontologie und Zoologie ein und war der erste Schweizer, der barometrische Höhenmessungen vornahm und ein meteorologisches Netzwerk aufzubauen suchte. Aufgrund seiner Ausbildung an fortschrittlichen Universitäten in Deutschland und Holland sowie seiner Mitgliedschaft in verschiedenen europäischen wissenschaftlichen Gesellschaften gelang es ihm, als Frühaufklärer das wissenschaftliche Niveau in seiner Heimatstadt anzuheben – obschon ihm als Vertreter des kopernikanischen Weltbilds oft ein harscher Wind seitens der orthodoxen Theologen entgegenblies. Auch seine Deutung der Fossilien, die er nicht mehr als Naturspiele, sondern als Relikte ehemaliger Lebewesen betrachtete, sowie sein vierbändiger naturwissenschaftlicher Kommentar zur Bibel liessen ihn über die Grenzen der Eidgenossenschaft hinaus bekannt werden.

promovierter Historiker und Leiter der Abteilung Alte Drucke und Rara der Zentralbibliothek Zürich sowie Dozent für Buchgeschichte. Seine Hauptinteressen gelten der frühneuzeitlichen Buch-, Kirchen- und Wissenschaftsgeschichte.


Aufsätze im Chronos Verlag