Schneller, weiter, billiger, mehr?

Mobilität und Verkehr in der Schweiz seit 1918

Verkehrsgeschichte Schweiz, Band 3
Gebunden
Erscheint im September 2021. ca. 380 Seiten, ca. 64 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1659-9
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Schneller, weiter, billiger, mehr – ein Blick auf die Strassen und Schienen der Schweiz scheint zu bestätigen, was offizielle Statistiken seit Jahrzehnten mit eindrücklichen Zahlen belegen: Der Verkehr hat im Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts massiv zugenommen. Doch ist dieses Wachstum mit gesteigerter Mobilität gleichzusetzen? Sind wir, wie gerne argumentiert wird, tatsächlich in jeglicher Hinsicht mobiler als früher?
Ausgehend von diesen Leitfragen wirft der Autor einen umfassenden Blick auf die Verkehrs- und Mobilitätsgeschichte der letzten hundert Jahre. Das Buch zeigt zunächst auf, wie sich das Verkehrssystem seit 1918 im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angebots- und nachfrageseitig entwickelt hat. Danach wird die Perspektive stärker auf Fragen der Alltagsmobilität verlagert: Wie lassen sich die alltäglichen Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung im Zeitverlauf beschreiben? Welche Konstanten und Veränderungen kennzeichnen die Entwicklung? Wie verteilten sich Mobilitätschancen in der Gesellschaft? Der dritte und letzte Teil widmet sich der noch relativ jungen Mobilitätsbiografieforschung. Zwölf Interviews mit Frauen und Männern im Alter zwischen 30 und 85 Jahren zeigen auf, wie sich Mobilität und Verkehr über die Zeit und im intergenerationalen Vergleich entwickelt haben.

studierte zwischen 2007 und 2014 Geschichte, Geografie und allgemeine Ökologie an der Universität Bern. Von 2015 bis 2019 war er Doktorand im Nationalfondsprojekt «Mobilität im schweizerischen Bundesstaat. Ein neuer Blick auf die Verkehrsgeschichte der Schweiz nach 1848» an der Abteilung für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte der Universität Bern. Sein zeitlicher Fokus deckte die Mobilitätsgeschichte von 1930 bis in die Gegenwart ab.


Aufsätze im Chronos Verlag