Die Reformation in den Freien Ämtern

Beispiel einer gescheiterten Landreformation

Murensia, Band 9
Broschur
2021. 64 Seiten, 19 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1628-5
CHF 12.00 / EUR 12.00 
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Die Reformation hatte sich seit 1523 von der Zürcher Landschaft aus rasch in der Landvogtei der Freien Ämter verbreitet. Nur die Ämter Meienberg und Bettwil blieben beim alten Glauben. In den anderen Ämtern wandte sich ein Grossteil der Bevölkerung dem neuen Glauben zu. In Muri selber gab es eine starke reformierte Minderheit.

Im ersten Kappeler Landfrieden wurden die neuen Glaubens­verhältnisse in den Freien Ämtern von den katholischen ­Orten akzeptiert. Dies änderte sich nach dem zweiten ­Kappeler Krieg. Die katholischen Orte nahmen die Freien Ämter nicht in den Landfrieden auf und rekatholisierten sie konsequent. Die Ereignisse sind in verschiedenen älteren Arbeiten ausführlich dargelegt. Neuere Forschungsergebnisse ermöglichen es nun, die gescheiterte Landreformation im Freiamt in einen grösseren Zusammenhang zu stellen, nach den Ursachen und Folgen zu fragen und weitere, bisher weniger beachtete Aspekte zu diskutieren.

 

Pressestimmen

«Das Freiamt reformiert? Diese Frage werden sich bestimmt einige stellen, die den Titel ‹Die Reformation in den Freien Ämtern› von Dominik Sauerländers Buch zum ersten Mal lesen. Im Untertitel verrät der Historiker, wohin die Geschichte führte: ‹Beispiel einer gescheiterten Reformation›. [...] Dominik Sauerländer zeichnet in seinem 60 Seiten zählenden Heft den Einzug der neuen Glaubensverhältnisse im Freiamt auf gut verständliche Weise nach und zeigt auch auf, weshalb die Landreformation im Freiamt scheiterte.»

Aargauer Zeitung, 9. Juni 2021, Nathalie Wolgensinger

«Pünktlich zum 10. Geburtstag der Stiftung Geschichte Kloster Muri sind im Chronos Verlag zwei neue Bändchen der ‹kleinen› Reihe Murensia erschienen. ‹Reformation in den Freien Ämtern› und ‹Verzeichnetes Totengedenken› bringen genau wie die Vorgängerhefte vertiefende Erkenntnisse und Vernetzungen zur Klostergeschichte.»

Der Freiämter, 10. Juni 2021, Susanne Schild

«Die kleine und verständlich geschriebene Forschungsarbeit zeigt an diesem regionalen Beispiel eindrücklich das Ringen um die konfessionelle Weichenstellung, die dann für Jahrhunderte und bis in die Gegenwart Bestand haben sollte.»

notabene, Juli/August 2021, Buchtipps

Im Jahr 2027 wird das Benediktinerkloster Muri sein tausendjähriges Bestehen feiern. Im Hinblick auf dieses Jubiläum wurde das Projekt «Geschichte Kloster Muri» ins Leben gerufen, das von der gleichnamigen Stiftung getragen wird. Zum Gesamtprojekt gehört auch die Publikation von Themenheften und Monografien, die sich mit Aspekten der Klostergeschichte befassen.