Johann Conrad Ulmer (1519–1600)

Vollender der Reformation in Schaffhausen

Referate der Jubiläumstagung zu seinem 500. Geburtstag Schaffhausen, 28.–30. März 2019

Im Auftrag des Historischen Vereins des Kantons Schaffhausen

Gebunden
2020. 304 Seiten, 2 Abbildungen s/w., 51 Farbabbildungen, 7 Grafiken
ISBN 978-3-0340-1595-0
CHF 48.00 / EUR 48.00 
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1529 schloss sich Schaffhausen, gedrängt von Zürich, der Reformation an. Doch erst mit der Berufung von Johann Conrad Ulmer wurden die neuen konfessionellen Verhältnisse ab 1566 gefestigt. Als Pfarrer an der Kirche St. Johann, Dekan, Schulherr und Bibliothekar prägte Ulmer die Kirche des Stadtstaates Schaffhausen bis zu seinem Tod 1600. Als bedeutendster Schüler Melanchthons in der Eidgenossenschaft entfaltete er eine rege publizistische Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen dem zürcherischen und dem lutherischen Flügel der Reformation.
Die dreizehn Beiträge dieses Bandes, hervorgegangen aus der Tagung zu Ulmers 500. Geburtstag 2019, befassen sich mit seinem Wirken in Lohr und Schaffhausen, seiner Korrespondenz mit Bullinger, Beza und anderen Gelehrten, mit seinem Katechismus, seinen Liedertexten und Bibeldramen, mit der «Trostschrift für betrübte Herzen» und der Übersetzung einer Schrift des Kirchenvaters Theodoret. Alle Beiträge profitieren von der Neuerschliessung der «Ulmeriana», dem Nachlass des Reformators in der Stadtbibliothek Schaffhausen.


geb. 1955, lic. theol., war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bullinger-Briefwechseledition in Zürich, bearbeitete die Regesten zum Briefwechsel von Oswald Myconius und erschloss ab 2016 die in der Stadtbibliothek Schaffhausen liegenden «Ulmeriana».


Aufsätze im Chronos Verlag


geb. 1948, Dr. phil., leitete von 1984 bis 2013 die Stadtbibliothek Schaffhausen. Seit 2015 ist er Redaktor der «Schaffhauser Beiträge zur Geschichte», herausgegeben vom Historischen Verein des Kantons Schaffhausen.

Pressestimmen

«Aufsätze von 13 Autorinnen und Autoren beleuchten Leben und Werk Ulmers von allen Seiten. Diese Detailfülle zeigt vor allem auch, wie unglaublich breit sein Wirken war. [...] Die Fülle an Material, die von den Autorinnen und Autoren zusammengetragen und in den Kontext der Zeit eingeordnet wurde, ist beeindruckend. [...] Wer sich für eines der wichtigsten Kapitel der Schaffhauser Religionsgeschichte interessiert, aber auch der Geistesgeschichte der beginnenden Aufklärung, die es ohne Reformation sicher schwieriger gehabt hätte, der sollte dieses breitgefächerte Buch über Ulmer lesen. Die Mühe, die es bisweilen macht, lohnt sich.»

Schaffhauser Nachrichten, 11. Dezember 2020, Karl Hotz