Medizinische Behandlungen bei Pflegekindern

Mit Fokus auf deren Partizipation

Broschur
2026. 252 Seiten
ISBN 978-3-0340-1835-7
CHF 38.00 / EUR 38.00 
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Pflegekinder leben ausserhalb des Elternhauses, beispielsweise in einer Pflegefamilie oder in einem Heim. Sie befinden sich in  einer Ausnahmesituation, weshalb ihr Recht auf Partizipation von besonderer Bedeutung ist. Dabei ist die Mitwirkung von Pflegekindern bei medizinischen Behandlungen als einem zentralen Lebensbereich besonders wichtig, was in der Praxis aber oft unzureichend umgesetzt wird.
Die Arbeit analysiert die medizinische Unterversorgung von Pflegekindern aus rechtlicher Perspektive und skizziert Lösungsmöglichkeiten, wie ihre medizinische Versorgung verbessert werden kann. Sie zeigt die bestehenden Unsicherheiten bei Entscheidungszuständigkeiten und Informationsflüssen zwischen Herkunftseltern, Pflegeeltern respektive Heimerziehenden, Ärzt*innen und weiteren Beteiligten auf. 
Wer darf über eine Behandlung entscheiden? Wer erhält welche Informationen? Und vor allem: Wie können Pflegekinder mit­wirken? Durch die Verbindung rechtlicher Analyse mit den Bedürfnissen der Praxis liefert die Arbeit konkrete Ansätze, wie die Rechte von Pflegekindern gestärkt, ihre Mitwirkung gefördert und eine kontinuierliche Gesundheitsversorgung sichergestellt werden können. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des schweizerischen Kindesschutzrechts.

Tabea Berger, Dr. iur. des., RAin, studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Zürich und Lausanne. Nach Erlangung des Anwaltspatents promovierte sie in Zürich. Tabea Berger ist als Juristin im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht tätig.