«… von olympischen Höhen lachen»

Der Briefwechsel 1908–1924

Herausgegeben und mit Nachworten versehen von Erwin Marti und Dominik Riedo

Schweizer Texte, Neue Folge, Band 65
Gebunden
Erscheint im Oktober 2024. ca. 320 Seiten
ISBN 978-3-0340-1779-4
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Sie hätten nicht unterschiedlicher sein können, von ihrer Herkunft und ihrer gesellschaftlichen Position her gesehen: der gut situierte, studierte Poet Carl Spitteler und der freie Schriftsteller Carl Albert Loosli, der in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und lebte. Doch sie verstanden sich ausgezeichnet, debattierten in den Jahren 1908–1924 über Philosophie und Poetik, Erziehung und Schule, über Politik und allerhand Zeitgenössisches. Beide waren sie sich einig darin, dass Geist und Macht schwerwiegende Gegensätze darstellten. In den Jahren unmittelbar vor und während des Ersten Weltkriegs sahen sich Spitteler wie Loosli in ihren Auffassungen des Gegensatzes zwischen «Machtmensch/Täter» und dem einsamen, autonom handelnden Denker auf unheilvolle Weise bestätigt. Nicht Politiker sind es, sondern mit Spitteler und Ferdinand Hodler zwei Kulturschaffende, welche die richtigen Worte und Zeichen finden, um die Schweiz aus ihrer Lähmung zu lösen und ihr neue Wege aufzuzeigen. Loosli war dabei einer der wichtigsten Gesprächspartner Spittelers und spielte eine bedeutende, bisher in der Grössenordnung unterschätzte Rolle in dessen Leben und Werk. Das zeigt allein schon der Umfang der erhalten gebliebenen Korrespondenz, die jetzt einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird.


Erwin Marti studierte Geschichte und Germanistik in Bern und Berlin. Er arbeitete 1980–2010 als Lehrer und Heilpädagoge am Gymnasium und an der Orientierungsschule des Kantons Basel-Stadt und promovierte 1995 in Neuer und Schweizer Geschichte bei Prof. Markus Mattmüller, Universität Basel. Anerkennungspreis des Kantons Bern 2009, Mitglied von Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS).


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geb. 1974, Dr. phil., Schriftsteller. Vizepräsident der Carl Spitteler- Stiftung Luzern und der Carl-Albert-Loosli-Gesellschaft sowie Vorstand des Carl Spitteler-Netzwerks. Präsident des DeutschSchweizer PEN Zentrums. Er ist Verfasser bzw. Herausgeber dreier Bücher zu/von Spitteler.


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