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Und wieder lodern die Höhenfeuer
Die Schweizerische Bundesfeier als Hoch-Zeit der nationalen Ideologie
Broschur
1995. 240 Seiten, 6 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905311-83-9
CHF 38.00 / EUR 22.00 
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Auch in postmoderner Zeit mag einer 1.-August-Feier eine gewisse Magie anhaften. Das sollte nicht den Blick dafür verstellen, dass die Feier handfeste politische Arbeit leistet. Sie bindet politisch und geographisch getrennte Bürgerinnen und Bürger ein: «Wir Schweizer!» Der Autor geht dieser Schweizermacher-Funktion nach, analysiert Leitartikel in der Presse und erklärt, warum 1.-August-Redner so und nicht anders reden.
Die Bundesfeier ist aber nicht nur patriotisches Ritual, sondern auch Ort heftigen, ideologischen Schlagabtauschs. Die Sozialdemokraten boykottieren die Feier bis in die 1930er Jahre, singen das «alte Lied von den Heldenvätern» nicht mit. Es kommt am 1. August zu Grundsatzdebatten über das Schweizerische. Wie spricht ein Freisinniger über sein Land? Wie ein Sozialdemokrat?
Mit feinem Gespür für Machtfragen arbeitet der Autor Mentalitätsunterschiede zwischen den Parteien heraus, zeigt auf, wie sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmend eine technische Sicht der Schweiz durchsetzt.

Studium der Geschichte, Deutschen Literatur, Musikwissenschaft und Philosophie in Zürich und Paris. Dr. phil. (1994). Saxofonstudium an der Musikhochschule Luzern (Abschluss 1998). Seit 1986 journalistische Tätigkeit u.a. als Kulturredaktor bei der «Aargauer Zeitung», seit 2000 ständiger Mitarbeiter im Kulturteil des «Tages-Anzeigers». Konzerttätigkeit vor allem mit dem Ambientseptett «christoph merki music.01». Diverse CDs, unter anderem bei Universal Music. Professor für Musikgeschichte und Ensemble an der Zürcher Hochschule der Künste.


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