Vernissage

Heidy Zimmermann, Michelle Ziegler, Roman Brotbeck
Mondrian-Musik
Die graphischen Welten des Komponisten Hermann Meier

Der Solothurner Komponist Hermann Meier (1906–2002) verfolgte in seinem Schaffen visionäre Ideen. In den 1950er Jahren löste er sich von bekannten Verfahren der Avantgarde und imaginierte anhand grossformatiger Kompositionspläne seine «Mondrian-Musik», eine musikalische «Architektonik mit Rechtecksfeldern». Zeit seines Lebens kaum aufgeführt, wird Meier heute als wichtiger Vertreter der Avantgarde in der Schweiz entdeckt.


Programm
Begrüssung:
Dr. Christoph Vögele (Kunstmuseum Solothurn)
Dr. Felix Meyer (Paul Sacher Stiftung)
Dr. Roman Brotbeck (Hochschule der Künste Bern)

Präsentation von Buch und Ausstellung:
Michelle Ziegler

19.30 Uhr: Orchesterkonzert
mit Werken von Hermann Meier und Ludwig van Beethoven
Franziskanerkirche Solothurn
Eintritt frei

Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn
28. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

Solothurn, Samstag, 28. Oktober 2017, 17.00 Uhr
Kunstmuseum Solothurn, Werkhofstrasse 30, 4500 Solothurn

Buchvernissage

Heidy Greco-Kaufmann (Hg.)
Stadtnarren, Festspiele, Kellerbühnen
Einblicke in die Berner Theatergeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Die reich illustrierte Darstellung der Berner Theatergeschichte vermittelt Einblicke in die faszinierende Vielfalt der Theateraktivitäten, die das kulturelle Leben der Aaarestadt vom Mittelalter bis in die Gegenwart prägten. Die Spanne reicht von religiös-brauchtümlichen Schauereignissen über Repräsentationsformen verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen, Auftritte von Wandertruppen, Engagements von Emigranten am Stadttheater und Kellerbühnenexperimente bis hin zum fragmentierten Nebeneinander der heutigen Tanz-, Theater- und Festivalszene.

Programm
Eröffnung: Bernhard Giger, Leiter Kornhausforum

Grussworte: Sybille Birrer, Amt für Kultur Kanton Bern, und
Prof. Dr. Beate Hochholdinger-Reiterer, Institut für Theaterwissenschaft, Universität Bern

Theater «The Archive Histrionics»: Mitarbeitende und Freunde der Schweizerischen Theatersammlung zeigen Ausschnitte aus dem Totenfresserspiel von Niklaus Manuel

Buchvorstellung: PD Dr. Heidy Greco-Kaufmann

Theater «Latinlover» mit «The 2017 Wellness Report». Einblicke in zeitgenössisches Theaterschaffen

Apéro: musikalische Begleitung durch «Wine and Roses»

Bern, Donnerstag, 2. November 2017, 19.00 Uhr
Kornhausforum, Kornhausplatz 18, 3011 Bern

Buchvernissage

Heidy Greco-Kaufmann, Elke Huwiler (Hg.)
Das Sarner Bruderklausenspiel von Johann Zurflüe (1601)
Kommentierte Erstausgabe

Das 1601 in Sarnen an zwei Tagen aufgeführte Bruderklausenspiel des Sarner Pfarrers Johann Zurflüe behandelt das ­Leben und Wirken des heiligen Niklaus von Flüe. Neben der Erstedition des ältesten deutschsprachigen Bruderklausenspiels bietet das Buch Kommentare zum historisch-politischen Kontext der Aufführung und zur zeitgenössischen Tradition der Heiligenspiele, ergänzt durch Ausblicke auf weitere Dramatisierungen des Stoffs und die Rezeption der Bruderklausenspiel­tradition im 20. Jahrhundert.


Programm
Eröffnung durch Franz Enderli, Regierungsrat und Vorsteher des Bildungs- und Kulturdepartements Obwalden

Grussworte von Marius Risi, Leiter der Kulturförderung Obwalden, und Victor Bieri, Präsident des Historischen Vereins Obwalden

Einführung durch Heidy Greco-Kaufmann, Elke Huwiler und Simone Gfeller
Szenische Lesung von den Herausgeberinnen und Geri Dillier

Apéro

Während des Apéros in der Kantonsbibliothek öffnet diese noch einmal die Bruderklausen-Ausstellung und zeigtdas Manuskript des Sarner Bruderklausenspiels.

Sarnen, Mittwoch, 15. November 2017, 19.00 Uhr
Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrums Sarnen
Grundacherweg 6, 6060 Sarnen

Buchvernissage

Niklaus Ingold, Sibylle Marti, Dominic Studer
Strahlenmedizin
Krebstherapie, Forschung und Politik in der Schweiz, 1920–1990

Strahlen werden in der Schweiz bei jeder zweiten Krebspatientin, jedem zweiten Krebspatienten zur Zerstörung von Tumorzellen eingesetzt. Doch wie ist diese Strahlenmedizin entstanden? Die Atombombenabwürfe am Ende des Zweiten Weltkriegs waren das folgenreiche Ereignis. Sie gaben Strahlenwissen sicherheitspolitisches Gewicht und trieben zugleich die Umsetzung ziviler Anwendungen der Atom- und Strahlenforschung an – auch in der Schweiz. Hatten bis dahin Radiumstiftungen die Strahlenmedizin gefördert, trugen nun Bundesgelder zum Ausbau der hochtechnisierten Radiotherapie bei. Die Computertechnik des Kalten Kriegs dynamisierte diese Entwicklung. Das Buch zeigt auf, wie vielfältige Interessen die Strahlenmedizin gestalteten – medizinische und wissenschaftliche, aber auch militärische, politische und wirtschaftliche.

Programm

Es sprechen:
Hubert Steinke, Direktor des Instituts für Medizingeschichte
der Universität Bern
Flurin Condrau, Lehrstuhl für Medizingeschichte der Universität Zürich
Daniel M. Aebersold, Präsident der Bernischen Radiumstiftung
Urs M. Lütolf, ehemaliger Präsident der Zürcher Radiumstiftung

Buchpräsentation durch Niklaus Ingold, Historiker

Anschliessend Apéro und Büchertisch

Bern, Dienstag, 5. Dezember 2017, 17.15 Uhr
Universität Bern, Auditorium Ewald Weibel (A224), Anatomie-Gebäude, Bühlstrasse 26, Bern

Wechselausstellung

Beatrice Green-Pedrazzini, Iris Ritzmann, Anja Thor
Schmetterlinge und Leidenschaft – Butterflies and Passion
Maria Sibylla Merians Lebenswerk – Maria Sibylla Merian's Lifework

Maria Sibylla Merian (1647–1717) widmet ihr Leben und Schaffen von Kindheit an den Raupen und ihrer geheimnisvollen Verwandlung. Für eine Frau des 17. Jahrhunderts beschreitet sie mit Leidenschaft unkonventionelle Wege: Als Forscherin bereichert sie die Naturkunde mit neuen Erkenntnissen, als Künstlerin hält sie ihre Beobachtungen in prachtvollen Kupferstichen fest.

Die aktuelle Wechselausstellung widmet sich der Naturkundlerin und ihrem Schaffen. Vier ihrer Werke aus der wertvollen Sammlung bilden das Kernstück der Ausstellung.

Das Publikum erfährt von der Künstlerfamilie, in der Maria Sibylla aufwuchs, erlebt ihre wachsende Begeisterung für Raupen und Schmetterlinge mit, begleitet sie auf ihre abenteuerliche Forschungsreise nach Südamerika und erkennt in Biografien, Benennungen und literarischen Werken die Bedeutung dieser faszinierenden Frau. Und wer hätte nicht gerne einmal Frau Merian beim Arbeiten über die Schulter geschaut? Im Zentrum der Ausstellung erlaubt ein Werktisch Einblicke in ihr Schaffen.

Für die jüngsten Gäste steht ein elektronisches Memory mit Bildern aus Merians Werken bereit.

Die Wechselausstellung dauert bis Frühling 2018
Museum für medizinhistorische Bücher
Marktstrasse 4, 5630 Muri

Ausstellung: Grenzland - Jacob Rohner und die Stickereizeit im Rheintal

Die Sonderausstellung im Museum Prestegg widmet sich der Stickereizeit im Rheintal, die viele Jahrzehnte lang die Geschicke der Bevölkerung prägte und bis heute Spuren hinterlässt.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichte die aufkommende Handstickerei unzähligen Familien ein Auskommen und Überleben. Jacob Rohner aus Rebstein war einer der drei grössten selbstproduzierenden Stickereiexporteure der Schweiz. Mit der Sonderausstellung «Grenzland – Jacob Rohner und die Stickereizeit im Rheintal» möchten wir die vielfältigen Verflechtungen der Interessen in diesem wirtschaftlichen und sozialen Feld aufzeigen. Da ist einerseits die Fabrikantenfamilie, aus der neben Firmengründer Jacob Rohner vor allem auch seine Tochter Josy Geser-Rohner hervorragt, welche die Firma und die Familie bis zu ihrem Tod 1961 zusammenhielt. Anderseits geht die Ausstellung auch auf die Sorgen und Nöte der Rheintaler Bevölkerung ein, die sich in diesem launischen Wirtschaftsumfeld behaupten musste.

Altstätten, 30. April bis 29. Oktober 2017
Museum Prestegg, Gerbergasse 2, 9450 Altstätten

Ausstellung: Emil Dill und die Moderne – Eine Retrospektive

 Georg M. Hilbi
Emil Dill
Der Künstler als Chronist und Illustrator

Emil Dill (1861–1938) ist ein bedeutender Protagonist der Schweizer Moderne der ersten Stunde. Der vielseitig begabte und kulturell interessierte Künstler befasste sich wie andere Künstler seiner Zeit intensiv mit den sozialen und politischen Ereignissen auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene und kommentierte diese vorzugsweise in seinem grafischen Werk.

Vernissage
Freitag, 29. September 2017, 19.30 Uhr
Schloss Pratteln
Apéro im Bürgerhaus Pratteln

Pratteln, 29. September bis 12. November 2017
Museum im Bürgerhaus & Schloss Pratteln, 4133 Pratteln

Lesung

Johanna Krapf
Auf der Flucht getrennt
Die Odyssee einer ruandischen Familie

Die Geschichte von Joséphine Niyikiza und Désiré Nsanzineza ist eine Geschichte von Flucht und Integration, die mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 1994 in Ruanda ihren Anfang nimmt. Was folgt, ist eine jahrelange Odyssee durch Zentralafrika, während derer sie eine Familie gründen. Bei einem Überfall werden sie getrennt, erst Jahre später finden sie in der Schweiz wieder zueinander, wo nach Überwindung vieler Hindernisse ihre Integration gelingt.

Thalwil, Donnerstag, 8. März 2018, 19.30 Uhr
Café International, Pfistertreff, Alte Landstrasse 100, 8800 Thalwil

Open Access aus Verlagsperspektive

Open Access, die Forderung öffentlich finanzierte Forschung kostenlos zugänglich zu machen, wird auch in der Schweiz erhoben.
Aus der Perspektive eines Sach- und Fachbuchverlags erwachsen daraus für die Gesellschaft zahlreiche Nachteile.

Lesen Sie dazu den entsprechenden Traverse-Artikel.

Traverse 2015/1