Buchvernissage

Alfred Hartmann
Meister Putsch und seine Gesellen
Ein helvetischer Roman in sechs Büchern

In der Edition von Alfred Hartmanns Roman aus dem Jahr 1858 wird ein Stück Schweizer Literaturgeschichte wieder zugänglich, das zeitnah den konfliktreichen Weg zur schweizerischen Bundesstaatsgründung beleuchtet. «Meister Putsch und seine Gesellen» gibt Einblick in unterschiedliche politische Milieus und lässt die wichtigsten Akteure der Regenerationszeit sowie eine Reihe kurioser Gestalten auftreten. Die Skizze der politischen Entwicklung der Schweiz wird verbunden mit der Lebensgeschichte des in einer Bauernfamilie aufgewachsenen Fritz Waldmann.

Programm
Begrüssung: Verena Bider, Direktorin ZBS
Grusswort: Stadtpräsident und Nationalrat Kurt Fluri
Buchvorstellung: Christian von Zimmermann und Patricia Zihlmann
Apéro

Solothurn, 24. August 2017, 17.30 Uhr
Zentralbibliothek Solothurn (Lesesaal), Bielstrasse 39, 4502 Solotburn

Buchvernissage

Johanna Krapf
Auf der Flucht getrennt
Die lange Reise von einer Familie aus Ruanda
In Leichter Sprache

Das ist die Geschichte von Joséphine Niyikiza und Désiré Nsanzineza.
Die Geschichte erzählt von der Kindheit von Joséphine und Désiré in Ruanda, und sie erzählt von ihrer Flucht vor dem Krieg.
Die Flucht führte Joséphine und Désiré quer durch mehrere Länder in Afrika. Auf der Flucht heirateten sie und bekamen drei Kinder. Doch dann wurden sie überfallen und verloren einander.
Über Umwege kamen Joséphine, Désiré und die Kinder in die Schweiz. Das Buch erzählt auch von ihrem neuen Leben hier.

Zürich, Mittwoch, 12. September 2017, 17.00 Uhr
Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Aula 100
Schaffhauserstrasse 239, 8057 Zürich

Lesung mit Johanna Krapf und Joséphine Niyikiza

Johanna Krapf
Auf der Flucht getrennt
Die Odyssee einer ruandischen Familie

Zwei junge Menschen, in Ruanda in Geborgenheit aufgewachsen, werden im Frühling 1994 jäh aus ihrem gewohnten Leben gerissen: Der Bürgerkrieg treibt Joséphine und Désiré in die Flucht ins Nachbarland Kongo-Kinshasa. Sie überleben in Flüchtlingslagern, irren monatelang durch den Regenwald, gelangen nach Kongo-Brazzaville, bekommen zwei Söhne. Obwohl sie sich eine solide Existenz aufgebaut haben, bleibt die Sehnsucht nach Ruanda wach. Doch die Rückkehr misslingt, sie fliehen in die Kameruner Hauptstadt Yaoundé, wo die Familie bei einem Überfall auseinandergerissen wird. Allein mit ihrem dritten Sohn gelangt Joséphine 2004 in die Schweiz. Sie kämpft sich durch das langwierige Asylverfahren, bis sie schliesslich Fuss fassen kann.

Anmeldung nicht erfolderlich
Eintritt gratis, Türkollekte
Bücherverkauf

Escholzmatt, Freitag, 15. September 2017, 19.30 Uhr
Bibliothek Schulhaus Windbühlmatte,
Schulhausstrasse 8, 6182 Escholzmatt

Lesung mit Fotos und Filmausschnitten

Jolanda Spirig
Sticken und Beten
Die Textildynastie Jacob Rohner: Familie, Firma, Klerus (1873–1988)

Weit mehr als eine wechselvolle Firmengeschichte: Tagebücher, Briefe und Familienfotos bieten Einblick in den Alltag der Rheintaler Fabrikantenfamilien Rohner und Geser.
Das Buch macht die Turbulenzen der Stickerei-Industrie sichtbar, die den Ostschweizer Alltag über Jahrzehnte prägte. Die Parallelen zur heutigen Zeit verblüffen: vom ersten Börsencrash über den gefährdeten Werkplatz Schweiz bis hin zum verfolgten Banker, der sich in der Villa Jung-Rhein versteckt hielt. Die Jacob Rohner AG, einst grösstes Stickereiunternehmen des Landes, ging 1988 samt Stickereiwerken, Sockenfabrik und Weberei an den St. Galler Konkurrenten Forster Willi, die heutige Forster Rohner Gruppe. Ehemalige Mitarbeitende schildern den Wandel.

Gossau, Mittwoch, 20. September 2017, abends
Stadtbibliothek Gossau, Säntisstrasse 4a, 9200 Gossau

Wechselausstellung

Beatrice Green-Pedrazzini, Iris Ritzmann, Anja Thor
Schmetterlinge und Leidenschaft – Butterflies and Passion
Maria Sibylla Merians Lebenswerk – Maria Sibylla Merian's Lifework

Maria Sibylla Merian (1647–1717) widmet ihr Leben und Schaffen von Kindheit an den Raupen und ihrer geheimnisvollen Verwandlung. Für eine Frau des 17. Jahrhunderts beschreitet sie mit Leidenschaft unkonventionelle Wege: Als Forscherin bereichert sie die Naturkunde mit neuen Erkenntnissen, als Künstlerin hält sie ihre Beobachtungen in prachtvollen Kupferstichen fest.

Die aktuelle Wechselausstellung widmet sich der Naturkundlerin und ihrem Schaffen. Vier ihrer Werke aus der wertvollen Sammlung bilden das Kernstück der Ausstellung.

Das Publikum erfährt von der Künstlerfamilie, in der Maria Sibylla aufwuchs, erlebt ihre wachsende Begeisterung für Raupen und Schmetterlinge mit, begleitet sie auf ihre abenteuerliche Forschungsreise nach Südamerika und erkennt in Biografien, Benennungen und literarischen Werken die Bedeutung dieser faszinierenden Frau. Und wer hätte nicht gerne einmal Frau Merian beim Arbeiten über die Schulter geschaut? Im Zentrum der Ausstellung erlaubt ein Werktisch Einblicke in ihr Schaffen.

Für die jüngsten Gäste steht ein elektronisches Memory mit Bildern aus Merians Werken bereit.

Die Wechselausstellung dauert bis Frühling 2018
Museum für medizinhistorische Bücher
Marktstrasse 4, 5630 Muri

Ausstellung: Grenzland - Jacob Rohner und die Stickereizeit im Rheintal

Die Sonderausstellung im Museum Prestegg widmet sich der Stickereizeit im Rheintal, die viele Jahrzehnte lang die Geschicke der Bevölkerung prägte und bis heute Spuren hinterlässt.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichte die aufkommende Handstickerei unzähligen Familien ein Auskommen und Überleben. Jacob Rohner aus Rebstein war einer der drei grössten selbstproduzierenden Stickereiexporteure der Schweiz. Mit der Sonderausstellung «Grenzland – Jacob Rohner und die Stickereizeit im Rheintal» möchten wir die vielfältigen Verflechtungen der Interessen in diesem wirtschaftlichen und sozialen Feld aufzeigen. Da ist einerseits die Fabrikantenfamilie, aus der neben Firmengründer Jacob Rohner vor allem auch seine Tochter Josy Geser-Rohner hervorragt, welche die Firma und die Familie bis zu ihrem Tod 1961 zusammenhielt. Anderseits geht die Ausstellung auch auf die Sorgen und Nöte der Rheintaler Bevölkerung ein, die sich in diesem launischen Wirtschaftsumfeld behaupten musste.

Altstätten, 30. April bis 29. Oktober 2017
Museum Prestegg, Gerbergasse 2, 9450 Altstätten

Ausstellung: Emil Dill und die Moderne – Eine Retrospektive

 Georg M. Hilbi
Emil Dill
Der Künstler als Chronist und Illustrator

Emil Dill (1861–1938) ist ein bedeutender Protagonist der Schweizer Moderne der ersten Stunde. Der vielseitig begabte und kulturell interessierte Künstler befasste sich wie andere Künstler seiner Zeit intensiv mit den sozialen und politischen Ereignissen auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene und kommentierte diese vorzugsweise in seinem grafischen Werk.

Vernissage
Freitag, 29. September 2017, 19.30 Uhr
Schloss Pratteln
Apéro im Bürgerhaus Pratteln

Pratteln, 29. September bis 12. November 2017
Museum im Bürgerhaus & Schloss Pratteln, 4133 Pratteln

Buchvernissage

Heidy Greco-Kaufmann, Elke Huwiler (Hg.)
Das Sarner Bruderklausenspiel von Johann Zurflüe (1601)
Kommentierte Erstausgabe

Das 1601 in Sarnen an zwei Tagen aufgeführte Bruderklausenspiel des Sarner Pfarrers Johann Zurflüe behandelt das ­Leben und Wirken des heiligen Niklaus von Flüe. Neben der Erstedition des ältesten deutschsprachigen Bruderklausenspiels bietet das Buch Kommentare zum historisch-politischen Kontext der Aufführung und zur zeitgenössischen Tradition der Heiligenspiele, ergänzt durch Ausblicke auf weitere Dramatisierungen des Stoffs und die Rezeption der Bruderklausenspiel­tradition im 20. Jahrhundert.


Programm
Eröffnung durch Franz Enderli, Regierungsrat und Vorsteher des Bildungs- und Kulturdepartements Obwalden

Grussworte von Marius Risi, Leiter der Kulturförderung Obwalden, und Victor Bieri, Präsident des Historischen Vereins Obwalden

Einführung durch Heidy Greco-Kaufmann, Elke Huwiler und Simone Gfeller
Szenische Lesung von den Herausgeberinnen und Geri Dillier

Apéro

Während des Apéros in der Kantonsbibliothek öffnet diese noch einmal die Bruderklausen-Ausstellung und zeigtdas Manuskript des Sarner Bruderklausenspiels.

Sarnen, Mittwoch, 15. November 2017, 19.00 Uhr
Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrums Sarnen
Grundacherweg 6, 6060 Sarnen

Open Access aus Verlagsperspektive

Open Access, die Forderung öffentlich finanzierte Forschung kostenlos zugänglich zu machen, wird auch in der Schweiz erhoben.
Aus der Perspektive eines Sach- und Fachbuchverlags erwachsen daraus für die Gesellschaft zahlreiche Nachteile.

Lesen Sie dazu den entsprechenden Traverse-Artikel.

Traverse 2015/1